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Projektkoordinatorin: Millie Nakabugo
dvv international Uganda
Plot 26, Wampewo Avenue
Bakwanye House, 4th Floor
P.O. Box 11380
Kampala
Uganda
Tel: +256 312 109663
E-Mail: ugandaoffice@dvvinternational.org.ug ; millie.nakabugo@dvv-international.org.ug
Ansprechpartner im dvv international in Bonn:
Jesco Weickert
e-mail: weickert@dvv-international.de
Uganda kann sich seit einigen Jahren über ein anhaltendes Wirtschaftswachstum freuen, dennoch besteht weiterhin eine große Kluft zwischen Armen und Reichen. Vor allem die Landbevölkerung profitiert wenig von dem Wirtschaftsaufschwung, dort leben auch die meisten der landesdurchschnittlich etwa 46 Prozent Analphabeten. Die hohe Kindersterblichkeit, und eine Lebenserwartung von durchschnittlich nur 41 Jahren zeugen weiterhin von der in Uganda herrschenden Armut.
Gleichwohl schenkt die Regierung der Schul- und Erwachsenenbildung große Aufmerksamkeit. Ihr Engagement für eine bessere Bildungspolitik scheitert allerdings häufig noch an finanziellen oder organisatorischen Hindernissen.
dvv international unterhält in Uganda ein Projektbüro, von dem das landesprogramm und das EU-kofinanzierte Prohekt in Karamoja betreut werden.
Das Hauptziel unserer Bemühung in Uganda zielt auf die Stärkung eines Erwachsenenbildungssystems, das die Verbesserung der Lebenssituation (Sicherung der Grundbedürfnisse, Einkommensverbesserung) zum Ziel hat.
Die Projekte unserer Partnerorganisationen streben mehrheitlich eine Stärkung des Selbstbewusstseins an, der Ausbildung von landwirtschaftlichen Fähigkeiten und damit eine Verbesserung der Einkommenssituation ihrer Teilnehmer, die meist aus dem Kreis der verarmten Kleinbauern kommen.
Vor allem im Bereich der Alphabetisierung ist Uganda nun internationale Anerkennung gezollt worden. Eine Studie der Weltbank bezeichnete seine vielfältigen staatlichen und nicht-staatlichen Programme auf diesem Sektor als modellhaft und lobte vor allem die starke Kooperation untereinander. 1999 erfasste das “Functional Adult Literacy Programme”(FAL) 100.000 Teilnehmer, davon waren 75 Prozent weiblich. Laut dieser Studie engagieren sich FAL-Teilnehmer stärker im Gemeindeleben und legen mehr Augenmerk auf persönliche und umweltbezogene Hygiene und Gesundheitsvorsorge.
Die große Beteiligung von Frauen kann zudem als aktiver Beitrag zur Frauenförderung angesehen werden.
71 Prozent der Frauen, die an FAL-Kursen teilgenommen hatten, berichteten anschließend, dass die neuen Fähigkeiten ihre Produktion in der Landwirtschaft gesteigert habe und sie aus dem Verkauf von Feldfrüchten und Kleintieren nun ein höheres Einkommen bezögen.
Mit der gemeinsamen Unterstützung von uns, von UNICEF und der Regierung konnte FAL inzwischen auf 26 von insgesamt 45 ugandische Distrikte ausgedehnt werden.
dvv international arbeitet mit dem Netzwerk UGAADEN (Uganda Adult Education Network) zusammen. UGAADEN ist ein regionales Netzwerk von Organisationen und Individuen aus dem Bereich der Erwachsenenbildung. Gegründet wurde es 2001 im Anschluss an einen gemeinsamen Workshop von Zivil- und Regierungsorganisationen. Thema des Workshops war die Frage, wie der Erwachsenenbildungssektor in Uganda am besten reorganisiert werden könne. UGAADEN wurde als Alternative zu den bestehenden Strukturen gegründet mit dem Ziel, der Erwachsenenbildung eine einheitliche Stimme zu geben.
Im Januar 2010 startete dvv international gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen in Uganda das Projekt "Skills Training and Non-Formal Education for Poverty Reduction in Karamoja" in den fünf Distriken von Karajoma. Das Projekt hat eine Laufzeit von fünf Jahren und wird von Europeaid finanziert. Hauptpartner ist das "Uganda Adult Education Network" (UGAADEN) und seine Mitglieder wie Caritas Karamoja, AEC und andere.
Karamoja liegt im Bereich der Bildung weit zurück, geschuldet in erster Linie der Tatsache, dass es dort nur sehr begrenzte Möglichkeiten für Bildung und Ausbildung im Gegensatz zu anderen Regionen in Uganda. Von Regierungsseite hat man diese Region ebenfalls stark vernachlässigt. Ziel des Projektes ist es, die Armut im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung zu verringern. Es setzt an zwei Hebeln an: