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Die Informationen und Debatten über Erwachsenenbildung, Entwicklung und Zusammenarbeit sowie lebenslanges und globales Lernen gewinnen angesichts einer sich immer schneller wandelnden Welt stetig an Bedeutung. Unser Jahrtausend wird sicherlich durch die wachsende Bedeutung der modernen Kommunikationstechnologien geprägt werden. Obwohl die elektronischen Informationsmedien und das Internet das Wissen der Menschen auf der ganzen Welt entscheidend vorantreiben werden, bleiben große Teile der Menschheit jedoch vorläufig noch von diesen Technologien ausgeschlossen. Doch gerade in den weniger entwickelten Regionen leben wichtige Zielgruppen unserer Arbeit: Menschen, die als Analphabeten weit ab von Elektrizität oder Telefon leben, aber auch Erwachsenenbildner, die, selber schlecht ausgebildet, kaum Zugang zu moderner Fachliteratur, geschweige denn zu neuen Technologien haben. Für diese Menschen werden gedruckte Materialien bis auf weiteres die einzig zugänglichen Informationsquellen bleiben.
Mit unserer Zeitschrift "Erwachsenenbildung und Entwicklung", die wir seit 1973 publizieren, wollen wir Erwachsenenbildnern und Autoren aus Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Pazifik ein Forum für den Dialog und fachlichen Austausch bieten. In zunehmendem Maße wächst auch der Kontakt mit Kollegen in den Transformationsländern Mittel-, Südost- und Osteuropas und den Industrieländern. Dies bedeutet eine thematische und perspektivische Weiterung der Zeitschrift. Einerseits soll sie in den Industrieländern das Verständnis dafür vertiefen, was Erwachsenenbildung in Ländern anderer Kontinente bedeutet oder bedeuten könnte, andererseits soll sie den Lesern in den Entwicklungsländern ermöglichen, ihre Praxis im Lichte weltweiter Entwicklungen zu reflektieren und von den Erfahrungen und Ideen anderer zu lernen.
Ein wichtiger Schwerpunkt ist die Dokumentation der vielfältigen weltweiten Aktivitäten in unseren Projekten, ein anderer die Dokumentation von Konferenzen, Deklarationen und wichtigen theoretischen Texten. So bietet die Zeitschrift vielen Erwachsenenbildnern die Möglichkeit, den aktuellen internationalen Stand der Erwachsenenbildung kennen zu lernen und sich selbst auf den neuesten Stand zu bringen.
Die Zeitschrift ist mittlerweile die international am weitesten verbreitete Fachzeitschrift, die sich mit Fragen von Erwachsenenbildung und Entwicklung befasst. 90 Prozent der Bezieher leben in Afrika, Asien und Lateinamerika.
Unsere Publikationsreihe "Internationale Perspektiven der Erwachsenenbildung" richtet sich eher an eine europäische Leserschaft, und hier vor allem an Erwachsenenbildner in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. In dieser Reihe veröffentlichen wir in loser Folge Länderberichte, Untersuchungen und Dokumente, die Erfahrungen aus einem oder mehreren Ländern aufgreifen und aus internationaler Perspektive diskutieren. So stehen Probleme und Lösungsansätze zu komparativen und kooperativen Fragen im Vordergrund. Allerdings ist auch der umgekehrte Blick wichtig: Wie können internationale Aspekte der Erwachsenenbildung aufbereitet werden, damit sie zur Verbesserung der Volkshochschularbeit nutzbringende Beiträge liefern können?